Die Naturschutzgebiete Guanacaste

Angrenzend an den pazifischen Ozean liegen im Nordwesten von Costa Rica die Naturschutzgebiete Guanacaste. Eine Reise in diesen tropischen Geheimtipp Zentralamerikas verspricht neben dem am besten erhaltenen tropischen Trockenwaldgebieten Mittelamerikas, feucht-tropische Regenwälder, weite Flächen von Savannengras und wuchernde Mangrovenwälder.

Die Naturschutzgebiete Guanacaste vereinen in sich neben zehn verschiedenen Landschafts- und Vegetationszonen, drei Nationalparks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dazu zählen der Nationalpark Guanacaste, Rincon de la Vieja und Santa Rosa. Der Nationalpark Rincon de la Vieja erhebt sich über einem Vulkanmassiv in einer Höhe von 1806 Metern und bietet aufgrund dieser spektakulären Lage ein faszinierenden Anblick.

Reisende der Naturschutzgebiete Guanacaste bekommen hier die seltene Möglichkeit, über den insgesamt neun aktiven Vulkanherden des 600.000 Jahre alten Gebirgsmassivs, heiße Dampfquellen, brodelnde Schlammlöcher und Thermalseen mit Rauchsäulen hautnah zu erleben. Im Jahr 1973 wurde dieses Naturphänomen von Rincon de la Vieja zum Nationalpark erklärt. Ein Jahr zuvor bekam Santa Rosa diesen Titel.

Der Nationalpark Santa Rosa liegt rund 36 Kilometer nördlich von Liberia und gilt als die Region mit der größten historischen Bedeutung Costa Ricas. Denn vor langer Zeit, im Jahr 1856, war dieses Gebiet Schauplatz der großen Schlacht von Santa Rosa. Daran erinnern jedoch nur noch vereinzelte alte Villen und verlassene Steinställe. Heute sind die traumhaften Strände von Santa Rosa, Nancite und Naranjo, bekannt für ihr hohes Schildkröten vorkommen, die an den Stränden ihre Eier ablegen. Santa Rosa ist der wichtigste Nationalpark der Naturschutzgebiet Guanacaste, bezüglich der Regenerierung der natürlichen Lebensräume des sogenannten trockenen Pazifikklimas.

Die Naturschutzgebiete Guanacaste wurden im Jahr 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Guanacaste stellt mit seiner erstaunlichen Flora und Fauna einen bedeutsamen Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tierarten dar. Wissenschaftler vermuten im Naturschutzgebiet Guanacaste über fünfhundert verschiedene Vogelarten und fünfzig bis sechzig Fledermausspezien. Reisende dürfen sich im Naturschutzgebiet Guanacaste aber auch über Spitzkrokodile, diverse Affenarten, Leguane, Kojoten und verschiedene Giftschlagen freuen.

Bei einer Führung mit den geschulten Wildhütern werden die Reisenden zu gerne mit einem Augenzwinkern davor gewahrt als dritter in einer Reihe durch die Wälder zu laufen, da die Schlangen des Naturschutzgebietes Guanacaste erfahrungsgemäß immer nur die dritte Person beißen. Weit aus bekannt ist dieses beeindrucken schöne Stückchen Erde allerdings für seine Schildkröten. Abgesehen von der vom Aussterben bedrohten Bastardschildkröte, leben hier mehr als 25000 Leder-, Karett-, und Suppenschildkröten.

Darunter auch die bis zu 40 Kilogramm schwere Papageienschildkröte, die man mit etwas Glück auch vor die Linse bekommt, als perfektes Motiv und Erinnerungsfoto an die Naturschutzgebiete Guanacaste in Costa Rica.

Von Julia Marlen Lang