Auf der Kokosinsel von Costa Rica werden noch heute Piratenschätze im Wert von über einhundert Millionen Dollar vermutet. Im 17. und 18. Jahrhundert haben sich namhafte Piraten wie William Davis, William Thompson und der Korsar Benito Bonito auf dieser gerademal 24 Quadratkilometer großen Kokosinsel von Costa Rica mit samt ihren Beute aus Golddublonen und Juwelen versteckt.
Desweiteren soll der unermesslich wertvolle Kirchenschatz von Lima im Jahr 1821 auf der Kokosinsel von Costa Rica vergraben worden sein. Aus diesem Grund hat sich die Regierung von Costa Rica bereits im Voraus einen gesetzlichen Anteil an jedem gefundenen Goldstück gesichert.
Obwohl bereits zahlreiche gierige Schatzsucher nah zu jeden Stein auf dieser Insel umgedreht haben, blieben die Schätze bis heute verborgen. Dennoch werden Reisende mit einer Vorliebe für Piratengeschichten und Schatzinseln hier garantiert auf ihre Kosten kommen.
Alle anderen Reisenden dürfen sich auf unzählige Naturschätze freuen. Der feucht, tropische Regenwald auf der Kokosinsel von Costa Rica wird heute als Nationalpark genutzt und bildet eine nahezu unberührte Naturnische mit einer wertvollen Vielfalt an Pflanzenarten und eine einzigartige Tierwelt.
Dazu zählen allen voran die Cupei-Palme, der Huriki-Baum und der Cocos-Island-Kuckuck, die es nur hier, auf der Kokosinsel von Costa Rica, zu bewundern gibt. In den rund 100 Quadratkilometer großen Küstengewässern vor der Insel, leben neben 300 verschiedenen Fischen, auch exotische Mantarochen, Haie und Delfine in insgesamt zweiunddreißig verschiedenen Korallenriffen.
Im Jahr 1997 wurde die Kokosinsel von Costa Rica zum Weltkulturerbe ernannt und vier Jahre später um die angrenzenden Korallenriffe des lauen Ozeans erweitert. Die Insel ist vermutlich durch eine Vulkaneruption am Meeresboden entstanden und wurde kurzweilig zwischen 1872 und 1874 auch als Gefängnis genutzt.
Heute leben auf der Insel ausschließlich eine Handvoll Ranger die im Dienst des Nationalparks die Flora und Fauna der Kokosinsel von Costa Rica beschützen um Reisenden aus aller Welt auch in Zukunft dieses atemberaubende Panorama aus grün bewachsenen Felswänden, geheimnisvollen Schluchten und hinab stürzenden Wasserfällen bieten zu können.
Von Julia Marlen Lang