Islamisches Viertel in Singapur - Die Arab Street

Auch heute noch herrscht in der Arab Street ein buntes Treiben wie auf einem Basar, unterbrochen von den mehrmals täglichen Rufen des Muezzins. In den engen Gassen weht einem der ständige Duft von aromatischen Gewürzen um die Nase und zahlreiche Händler locken mit Leder-, Korb- und Metallwaren, oder auch schönen Kleidungsstücken. Ein solch atmosphärisches Erlebnis darf man sich während einer Reise nach Singapur nicht entgehen lassen.

Im historischen Zentrum der Arab Street steht der Sultan´s Palace, der im Jahre 1867 vom Sultan von Johore als einfaches Palais errichtet wurde. Um den Palast herum finden sich gemütliche alte Häuser und schön angelegte von Palmen umsäumte Alleen.

Das wichtigste Bauwerk des Viertels und den islamischen Kern des Stadtstaates bildet jedoch die beeindruckende Sultan Moschee. Nachdem die Gläubigen vom Muezzin zum Gebet aufgerufen wurden, nehmen sie zunächst eine traditionelle Waschung an speziellen Wasserbecken vor. Erst dann dürfen Frauen und Männer getrennt den meist mit Teppichen ausgelegten Gebetsraum betreten, um sich Richtung Mekka zu verbeugen. Auch Besucher der Moschee müssen die Vorschriften befolgen.

In der North Bridge Road findet man belebte Einkaufsstraßen, die mit verschiedensten Souvenirs aufwarten. Rund um die Victoria Street erhält man auch einen tiefen Einblick in die orientalischen Basargassen.

Die Arab Street beherbergt darüber hinaus zahlreiche muslimische Restaurants mit köstlichen Speisen, teilweise auch sehr scharf gewürzt. Man sollte sich auch die Zeit nehmen und sich in einem kleinen einfachen Straßencafe´ zusammen mit den Einheimischen einen Tee gönnen.

Der Besuch der Arab Street ist weniger eine Sightseeingtour. Vielmehr erhält man einen Einblick in die islamische Kultur und bekommt einen Hauch des orientalischen Lebensgefühls vermittelt.

Von Juliane Petrich