Zentralbali - kulturelle Höhepunkte rund um Ubud

Ubud bildet mit seinen etwa 30.000 Einwohnern das kulturelle Zentrum Balis. Zahlreiche Musiker und Tänzer, vor allem aber Maler, haben sich einst hier niedergelassen. So auch der deutschstämmige Künstler Walter Spies, der seit den 30er Jahren die Balinesische Malerei neu gestaltete.

Doch auch vor der ursprünglichen Rückzugsidylle machte der Tourismus nicht halt. So lassen sich an Ubuds Hauptstraße zahlreiche Hotels, Geschäfte, Restaurants und Cafe´s finden. Doch auch wenn es hier heute etwas lebhafter zugeht, ist Ubud nach wie eine Stadt, die nicht nur in kultureller, sondern auch in landschaftlicher Hinsicht einzigartig ist. Inmitten von Reisterrassen, Schluchten und tropischen Wäldern gelegen, gilt Ubud als idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Touren.

Besonders bekannt ist Ubud für seinen Affenwald. Von Ubuds Zentrum aus, gelangt man zu Fuß innerhalb von 15 Minuten zu dieser einmaligen Attraktion. Bei diesem Ausflug empfiehlt es sich, Brillen, Schmuck und Mützen zu Hause zu lassen und auf Kameras und Geldbeutel besonders Acht zu geben, denn die Affen zeigen keinerlei Scheu. Neben den Affen beeindrucken auch die zahlreichen hinduistischen Bauwerke.

Vom zentralen Platz aus führen mehrere Pfade durch den heiligen Wald. Man trifft auf Tempelanlagen, unzählige Tierstatuen, bemooste Steine, Baumriesen und natürlich immer wieder auf Affen. All das repräsentiert Balis tiefe hinduistische Wurzeln. Auf Bali wird die sogenannte Hindu-Dharma-Religion praktiziert, die neben den ursprünglichen hinduistischen Elementen auch Aspekte des Ahnenkults, Animismus und Buddhismus vereint.

Die vielfältigen Rituale und Feste sind ein Ausdruck für Balis tiefe religiöse Verbundenheit. Neben dem Monkey Forest finden sich rund um Ubud noch weitere Sehenswürdigkeiten. Etwa 5 km von Ubud entfernt, liegt eingebettet in einen riesigen Felsblock, die Elefantenhöhle Goa Gajah. Der Eingang wird von einem eindrucksvollen Dämonengesicht gesäumt.

Hier findet man auch eine Statue des hinduistischen Elefantengottes Vishnu sowie Fruchtbarkeitssymbole zu Ehren des Gottes Shiva. Von der Goa Gajah aus gelangt man auf engen Pfaden durch prächtige Reisterrassen nach Yeh Pulau. Zu bestaunen gibt es dort ein motivreiches Relief aus dem 14. Jahrhundert. Per Rad oder zu Fuß kann man auch leicht das nicht weit von Ubud entfernte Dorf Pejeng erreichen.

Mit 40 alten Tempeln verfügt diese Region über einen Reichtum an religiösen Kultstätten wie kein anderer Ort auf Bali. Am bekanntesten sind die Tempelanlagen Pura Panataram Sasih und Pura Kebo Edan, der „Tempel des wilden Büffels“. Etwa 9km nördlich von Pejeng

Von Juliane Petrich