Malta – die sonnige Kulturinsel im Mittelmeer

Die Mittelmeerinsel Malta ist ein sehr beliebtes Ziel für eine christliche Reise. Nicht nur die Ritter des Johanniterordens, sondern auch viele Völker und Kulturen vor und nach ihnen hinterließen auf der Mittelmeerinsel ihre Spuren.

Einige Ortsnamen wie Mdina oder Rabat erinnern bis heute an die arabische Vergangenheit. In den Herzen der Einwohner ist jedoch der Katholizismus tief verankert. Nicht weniger als 365 Kirchen stehen den Maltesern zur Verfügung. Mager dagegen die Zahl der Strände: Es gibt kaum ein Dutzend, die diese Bezeichnung verdienen. Dafür eignet sich die schöne Hauptstadt Valletta mit ihren historischen Zeugnissen ideal für eine christliche Reise nach Malta.

Valletta wurde im Jahre 1565 vom französischen Großmeister Jean de la Vallette gegründet und vom Johanniterorden am Reißbrett geplant. Durch das Stadttor gelangt man auf die Flaniermeile Republic Street mit vielen Boutiquen. Unbedingt sehenswert ist die St.John's Co-Kathedrale. Die einstige Hauptkirche des Johanniterordens und zweite Kathedrale der Insel - daher der Name "Co-Kathedrale" - gehört zu den eindrucksvollsten Kirchen Europas. Dabei sollte man sich keinesfalls vom schlichten Äußeren des Baus täuschen lassen: Im Inneren birgt die Kathedrale barocke Deckenmalereien von Mattia Preti, Marmorstatuen, prunkvolle Lüster und Gobelins sowie einen einzigartigen Lapislazuli-Altar.

Mitten im Zentrum der Altstadt Vallettas liegt ein weiteres Highlight einer christlichen Reise nach Malta: der Großmeisterpalast des Johanniterordens. Hier ist heute der Amtssitz des maltesischen Präsidenten untergebracht.Von den Oberen Barracca Gärten hat man eine grandiose Aussicht zum Valletta Großhafen und die umliegenden Stadtteile. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Besuch der Pauls‘ Schiffsbruch Kirche.

Am beeindruckendsten ist Valletta allerdings immer noch vom Wasser aus: Bei einem Rundgang durch den Hafen, haben Besucher einen erstklassigen Ausblick auf die Stadtmauern mit ihren Bastionen und Prachtgebäuden. Jedem Teilnehmer einer christlichen Reise wird vor allem hier bewusst, welche enorme Bauleistung von den Ordensrittern ausging.

von Melanie Kiel