Buddhistische Tempeltour in Singapur

"Many Races, one nation, one Singapore". Dieser Slogan beschreibt genau das, was den besonderen Reiz Singapurs ausmacht, denn hier treffen verschiedene Kulturen und Normvorstellungen aus aller Welt aufeinander. Dementsprechend bunt gemischt sind auch die Sehenswürdigkeiten, die der Stadtstaat zu bieten hat. Wer auf der Suche nach buddhistischen Heiligtümern ist, wird in Singapur fündig.

Wenngleich Singapur vielleicht nicht mit den überwältigenden Tempeln in Bangkok aufwarten kann, existieren auch hier schöne Anlagen, die allenfalls eine Reise wert sind.

Wir beginnen unsere Reise im Viertel Chinatown, dessen Charme vor allem verwinkelte Gassen, hektische Märkte, appetitliche Restaurants, feine Läden und die typisch chinesischen Bauwerke ausmachen.

Einen schönen Tempel findet man in der Phillip Street. Der Wak Hai Cheng Bio Temple wurde im Jahr 1895 neu aufgebaut und bildet einen bizarren Kontrast zu den umliegenden Hochhäusern und modernen Geschäftsvierteln.

Das buddhistische Zentrum Chinatowns stellt der Buddha Tooth Relic Temple dar, einer der wichtigsten Orte zur Ausübung der buddhistischen Lehre innerhalb Singapurs. Täglich finden
hier verschiedene Veranstaltungen statt, zu denen sowohl Gläubige aber auch Besucher herzlich eingeladen sind. Die Anlage beherbergt darüber hinaus ein interessantes Museum.

Einen weiteren buddhistischen Tempel findet man an der Race Course Road. Der Leong San See Temple ist eine modernere typisch chinesische Anlage und besticht durch seine ockerfarbenen Dachziegel und goldene Drachenfiguren.

Der beeindruckendste buddhistische Tempel ganz Singapurs ist aber der Temple of 1000 Lights. Das Zentrum des Tempels bildet eine 15 m hohe Buddhafigur, die nach dem Einwurf von 5 Dollar im Licht von 1000 Glühbirnen erstrahlt. Schön anzusehen sind auch die zahlreichen Wandmalereien, die Buddhas Suche nach Erleuchtung darstellen. Unter der gigantischen Statue verbirgt sich auch eine Höhle, in der der sterbende Buddha symbolisiert wird.

Neben diesen Tempeln findet man während einer Reise durch Singapur auch noch viele weitere kleinere Anlagen und Schreine, an denen Gläubige Räucherstäbchen und Papier anzünden, auf dem Gebete niedergeschrieben wurden. Auch zahlreiche Feste werden mehrmals im Jahr zu Ehren Buddhas abgehalten und hinterlassen einen ganz besonderen Eindruck von der kulturellen Vielfalt Singapurs.

Von Juliane Petrich