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Geschichte von Pachacamac |
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Die Stadt war bereits zur Zeit der
Conquista weit über tausend Jahre alt. Sie hatte mindestens eine
Pyramide, einen Friedhof und bunte Fisch-Fresken aus der Zeit von ca.
200-600 n. Chr. Unter der Wari-Kultur (ca. 600-800 n. Chr.) wurde die
Stadt ausgebaut und diente wahrscheinlich als Verwaltungszentrum.
Wari-Einflüsse sind sowohl an der Architektur als auch an
Keramik und Textilien (Grabbeigaben) zu finden. Nach dem
Zusammenbruch des Wari-Reiches wuchs Pachacamac weiter und wurde
selbst Zentrum eines Reiches, dass allerdings nie die Ausmaße
des Wari-Reiches erreichte. Aus dieser Zeit stammen die meisten
Tempel und einfachen Gebäude (ca. 800-1450 n. Chr.).
Wahrscheinlich war das Pachacamac-Reich bei der Ankunft der
Inka bereits zerfallen. In den Tälern der Flüsse Río
Rímac und Río Lurín hatte das Volk der Ichma ein
kleines Reich. Die Stadt Pachacamac diente ihnen in erster Linie als
religiöses Zentrum zur Anbetung des Schöpfergottes
Pachacamac. Nachdem die Ichma dem Inka-Reich beigetreten waren, wurde
die Stadt Pachacamac ein wichtiges Verwaltungszentrum. Zugleich blieb
sie jedoch Tempelstadt und die Priester von Pachacamac durften
unabhängig von der Inka-Priesterschaft weiter wirken. Die Inka
befragten wahrscheinlich selbst regelmäßig das Orakel von
Pachacamac. Aus der Zeit der Inka stammen fünf Gebäude,
darunter der Sonnentempel am Hauptplatz.
Das
Pachacamac-Reich
Das Pachacamac-Reich war eine der
vorinkaischen Kulturen, deren Reich einen weiten Bereich der heutigen
peruanischen Küste umfasste und zwar nach dem Untergang der
Wari-Kultur vor dem Aufstieg des Reiches der Chimú.
Lage
des Ortes im heutigen Peru
Die archäologische
Fundstätte Pachacámac befindet sich im Norden des
Küstendistriktes Lurín, knapp 2 Kilometer vom Meer
entfernt. Der auf einer natürlichen Erhebung sich befindende
Ruinenkomplex liegt am südlichen Rand des dichtbesiedelten
urbanen Gebietes von Lima. Ein benachbarter Distrikt Luríns im
Osten trägt auch den Namen Pachacámac und beansprucht die
Fundstätte sowie die angrenzende Siedlung Julio C. Tello (auch
bekannt als Puente Lurín) als Teil seines Territoriums.
Die
umliegende Bevölkerung ist durch Zuwanderung ins Tal des
Lurín-Flusses in schnellem Wachstum begriffen, das umliegende
Gebiet ist aber immer noch stark landwirtschaftlich geprägt
(Bewässerungskultur).
Sehenswürdigkeiten
Das Orakel wurde bereits vor der Inkazeit aus Lehmziegeln
(Adobes) gebaut. Praktisch vollständig erhalten ist der von den
Inka errichtete Teil von Pachacamac, insbesondere der zwischen den
Jahren 1440 und 1533 gebaute Bereich. Besucht werden können
Paläste, Tempel, Plätze und das Museum, wo archäologische
Fundstücke aus Pachacamac aufbewahrt werden.
Die wichtigsten Gebäude in
Pachacamac sind:
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Sonnentempel
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Mondtempel (restauriert von Julio César Tello, auch:
"Tempel der Sonnenjungfrauen", Mamakuna oder Mamaconas
genannt)
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Pachacamac-Tempel (nur als Ruine erhalten)
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Urpi-Wachaq-Tempel
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Pilgerplatz
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Die verschiedenen Bereiche der
Ruinen können zu Fuß oder auch mit Fahrzeugen
(Tourismusbusse oder mit eigenem privaten Fahrzeug) auf einer
festgelegten Route besichtigt werden.
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