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Die Ruinenstadt auf 2.360 metern Höhe ist eines der am besten
erhaltenen Bauwerke aus der Zeit der Inka. Die Stadt, die tief in den
Bergen liegt, war den Spaniern nicht bekannt, was wohl einer der
Gründe sein mag, warum Machu Pichu bis heute so gut erhalten
ist.
Machu Pichhu wurde nicht erst 1911 durch Hiram Bingham
(Yale Universität) wieder entdeckt, sondern erscheint schon
weitaus früher in den Chroniken des Antonio Altamirano (†1555).
Der schreibt von einem spanischen Soldaten namens Miguel Rufino aus
Burgos, der die Inkaprinzessin Accla Gualca aus der Gewalt mordender
Spanier rettete und mit ihr nach Machu Pichhu floh. Vor der Amauta
der städtischen Gesetzlichkeit der Inka mussten die beiden einen
Schwur leisten, dass sie den Gesetzen Intis (dem Sonnentgott) folgen
würden und Niemanden von diesem Ort erzählen. Später,
Rufini war inzwischen waffentechnischer Berater des Inca Manco, fiel
er in einer Schlacht in der Cuzco zurück erobert werden sollte.
1568 wurde ein spanisches Dokument von einem Dr. John Rowe
entdeckt, in dem der Inca Yupanki als früherer Landeigentümer
von Picho (Picchu) bezeichnet wird. Im selben Dokument wird
berichtet, dass die lokal angebauten Produkte als Opfergaben
verwendet wurden.
In zwei Dokumenten des deutschen Ingenieur
Christian Bues, der sich zu Vermessungsarbeiten im Urubambatal
niederließ, wird bezeugt, dass 1614 ein Grenzkonflikt zwischen
zwei Landbesitzern auf dem Gebiet des Salkantay, welches dem Gebiet
des Machu Picchu entspricht, ausbrach. Dieses Gebiet gehörte dem
Volksstamm der Cañaris aus dem heutigen Ecuador. Es wird
vermutet, dass die Cañaris, angeführt von Caciquen Don
Francisco Poma Gualpa, die Wächter Machu Picchus waren. 1849
starb die kleine Volksgruppe aus.
Der Augustienenorden
pachtete 1657 zeitweise das Land um Machu Picchu, wusste aber nichts
von der Existenz der Ruinenstadt. Der Geschichtsprofessor Jose Uriel
Garcia entdeckte eine Urkunde aus dem Jahre 1782, die uns über
die vergessene Inkastadt berichtet. Das handschriftliche Dokument
besagt, dass ein Kommandant Marcos Antonio de la Camara y Escuerdo
Machu Picchu und das umliegende Land für 450 Pesos gekauft hat.
Der Notar Ambsorius de Lira beglaubigte diesen Deal. Somit war der
Name Machu Picchu schon weit vor der Wiederentdeckung durch Bingham
bekannt.
Auf der vom Italiener Antonio Raimondi 1865
veröffentlichten Landkarte ist Machu Picchu eingetragen und
namentlich gekennzeichnet.
Nicolas Wiener drang 1875 bis zu
den Inka-Ruinen in Ollantaytambo vor. Dort erhielt er von den
Indigenas Hinweise, dass es weitere Ruinen bei „Matcho Picchu“
geben soll. Der Franzose Wiener kämpfte sich durch das unwegsame
und quasi undurchdringliche Urubambatal bis in die Nähe des
Machu Picchus vor. Allerdings scheiterte er kurz vor dem Ziel. Ein
Erdrutsch hinderte ihn am Fortsetzen seiner Reise.
Unter den
Bauern im Urubambatal war der Name Machu Picchu schon mindestens seit
1894 bekannt. Im gleichen Jahr ließ sich Luis Bejar Ugarte von
Augustin Lizarraga nach Machu Picchu führen. Er war übrigends
auch 17 Jahre später bei der Expedition unter Hiram Bingham mit
dabei. Aber schon damals entdeckten die beiden (Lizzarga und Ugarte)
einen Tunneldurchbruch der den Fluss Rio Urubamba unterquerte. 1930
fand der Ingenieur Osvaldo Paez Patiño den Tunnel wieder.
Die Bauarbeiten an einem Maultierpfad entlang des Rio
Urubamba 1895 ließ die Bekanntheit des Machu Picchu sprunghaft
ansteigen. Lizzarga und Don Enrique Palma kehrten am 14.7.1901 zur
Inkastadt zurück. Dabei ritzten sie ihre Namen auf die Mauer des
königlichen Palastes ein. Zu dieser Zeit wohnte der Indigena
Anacleto Alvarez im Gebiet von Machu Picchu. Er hatte die Terrassen
gepachtet.
Erst danach am 24. Juli 1911 wurden die Ruinen von
Hiram Bingham entdeckt und durch die Widmung der gesamten Ausgabe des
National Geographic Magazins vom April 1913 zu einer Weltberühmtheit.
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