Nein, es handelt sich hierbei um die so genannten Linien von Nazca, eine beinahe 2000 Jahre alte Hinterlassenschaft des Nazca-Volkes. Heute sind die Nazca-Linien als Weltnaturerbe der UNESCO, touristische Attraktion Perus und Anziehungsmagnet für verschiedenste Verschwörungstheorien, weltberühmt. Die Faszination, die die Linien mit sich bringen, lässt viele Menschen von einem „achten Weltwunder“ sprechen.
Wiedergeburt
Nach der Entstehung der Naszca-Linien 200 bis 600 nach Christus, blieben die Linien über ein Jahrtausend unentdeckt. 1926 wurden diese vom Flugzeug aus von
Alfred Kroeber und Toribio Mejía für die Öffentlichkeit wiederentdeckt. Dies fand im Zuge einer der ersten Linienflüge über Südamerika statt.
Mysteriöses Nazca
Von Boden betrachtet scheinen die Linien von Nazca wie ein riesengroßes Wirr-Warr hunderter sich überschneidender Linien. Erst als das Flugzeug erfunden wurde und man die Möglichkeit hatte, die Linien von der Luft aus zu betrachten, wurde das tatsächliche Ausmaß dieses Phänomens, dem menschlichem Auge zugänglich. Eine fünfzig Meter große Spinne, ein Kondor mit einer Flügelspannweite von 120 Metern oder eine 180 Meter lange Eidechse sind nur einige der vielen riesigen Figuren, die gut verteilt über die Weiten der Nazca-Wüste ragen. Die Frage, die die Menschheit bis heute beschäftigt ist, wie können diese Linien mit unbegreifbarem Ausmaß entstanden sein, wenn man diese nur auf dem Luftweg erkennen kann und es laut geschichtlichem Forschungsstand keine Möglichkeit des Fliegens für den Menschen zur Zeit der Entstehung der Linien gab. Erich von Däniken geht sogar so weit und behauptet, dass die Linien zur Kommunikation mit außerirdischen Wesen dienen sollten.
„Linien-Flüge“
Will man als Tourist in Peru dieses Phänomen hautnah miterleben, so tut man dies am besten im Zuge eines Rundfluges. Verschiedenste Airlines bieten solche im Halbstundentakt vom Flughafen in Nazca an. Anhand einer Übersichtkarte kann man sich in der Luft optimal Orientierung über die verschiedenen Figuren schaffen.
Eine zweite Möglichkeit wäre der, von der deutschen Forscherin Maria Reiche errichtete, fünfzehn Meter hohe Aussichtsturm, am Kilometer 425 der Panamericana. Einziger Nachteil: Von hier aus sind nur drei Figuren, nämlich der Baum, die Hände und die Eidechse zu erkennen.
Lassen Sie sich einen Besuch der weltberühmten Linien von Nazca auf keinen Fall entgehen.
von Carina Gschwandtner