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Titicaca - Amantani

Vier Bootsstunden vom Hafenstädtchen Puno entfernt, befindet sich die Insel Amantani, eine der zahlreichen Inseln am Titicacasee. Amantani ist das perfekte Ziel für alle, die Erholung suchen fernab jeglicher Zivilisation. Hier leben die Nachkommen der Inkas noch immer ohne Strom, Maschinen, abseits jeglicher Technik, Autos oder Straßen. Amantani wird auch liebevoll „Insel der Sterne“ genannt, denn wo könnte man besser den Sternenhimmel beobachten, als auf einer Insel, auf der in der Nacht kein einziges Licht leuchtet?

Bezaubernde Landschaft

Amantani ist etwa 15 Quadratkilometer groß. Zwei 4000 Meter Hohe Gipfel ragen von ihr aus in den peruanischen Himmel, jener des Berges „Patcha Mama“und des „Patcha Papa“. Die gebirgige Landschaft Amantanis eignet sich sehr gut für Trekking Touren. Amantani ist jedoch nicht nur wegen seiner beeindruckenden Natur ein beliebtes Ziel für Touristen, sondern auch aufgrund der zahlreichen Ausgrabungen der Inkas. Die Inkas sind einst vom Titicacasee aus losgezogen und haben bald fast ein Drittel Südamerikas erobert. Die vielen archäologischen Stellen auf der Insel Amantani lassen sie Geschichte sowie Natur hautnah miterleben.


Zurück zum Ursprung

Ein Hotel gibt es auf Amantani nicht. Als Tourist haben sie die Möglichkeit, in Häusern der gastfreundlichen Inka Nachfahren zu übernachten. Die Amantaneros leben vom Fischfang und der Schafzucht, sie fertigen Strick- und Webarbeiten. In der Bevölkerung sind die alten kollektiven Formen des Zusammenlebens noch aus Inkazeiten erhalten. Gemeinsames Leben und Arbeiten ist die Basis ihrer Gemeinschaft. Niemand zahlt Steuern, es muss sich jedoch jeder Erwachsene an allen Arbeiten, die die Kräfte einer Familie übersteigen, beteiligen. Nur so können die Wege, die kunstvollen Steinterrassenfelder und der Hafen in Gemeinschaftsarbeit in Stand gehalten werden. Einen Bewohner der Insel Amantani erkennen sie an der außergewöhnlichen Kleidung. Die Frauen tragen übers Knie reichende Faltenröcke in Blautönen, wenn sie unverheiratet sind und in Rottönen, wenn sie verheiratet sind. Auf ihren langärmeligen Blusen befinden sich aufgestickte Vögel und Blumen. Über den Kopf tragen die weiblichen Nachfahren der Inkas einen schwarzen Umhang, der ebenfalls mit bunten Blumen bestickt ist. Die Männer tragen schwarze Anzüge mit fast zylinderförmigen Hüten. Im Zuge eines Aufenthalts auf der Inseln Amantani wird man als Tourist in die Kleider der Inselbewohner gesteckt und dann wird zur Musik der Inselmusikanten getanzt.

von Carina Gschwandtner

 
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