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Pachacamac oder auch Pachakamaq |
Die Legende besagt, dass es am Anfang keine Nahrungsmittel für
den ersten Mann und die erste Frau gab, worauf der Mann verhungerte
und seine Frau Pachacamac verfluchte. Der Sonnengott seinerseits
befruchtete die Frau, was wiederum den eifersüchtigen Pachacamac
dazu brachte, den Sohn zu töten, der von ihr geboren wurde.
Er
zerstückelte ihn und begrub seine Teile und aus diesen Teilen
wuchsen die ersten Nahrungsmittel. Aus den Zähnen entstand der
Mais, aus den Knochen die Yucca und andere Früchte und
Gemüse.
Pachacamac galt als unsichtbar, weswegen es auch
keine künstlerischen Bildnisse gab, auf denen er zu sehen wäre.
Der Pilgerort im Tal von Lurin nahe Lima, der Hauptstadt von Peru, wo
Pachacamac über viele Jahrhunderte verehrt wurde, bekam
letztendlich auch seinen Namen von ihm.
Das Zentrum der
Verehrung Pachacamac war der wichtigsten Gottheit der Küste
Perus gewidmet. Die ersten Siedler mussten wohl um 200 vor Christus
den Ort bevölkert haben. Während die Kultur Limas florierte
wurden die ersten Tempel gebaut.
Die architektonischen
Techniken waren schon damals sehr komplex und die zum Bau verwendeten
Materialien reichen von massiven Steinblöcken für das
Fundament und hohe Bauten bis hin zu kleinen handgefertigten
Lehmziegeln, aus denen zum Beispiel der "Alte Tempel"
gebaut wurde. Pachacamac beeinflusste die Region zu dieser Zeit sehr
stark.
Mit der Ankunft der Wari um ca. 650 nach Christus
erweiterte sich der Einfluss Pachacamac zum ersten Mal auf anderen
Bereichen der zentralen Andenregion. Die Besetzung von Pachacamac
durch die Wari schlägt sich wenig in der Architektur nieder.
Ausnahme bildet allerdings der Tempel Pachacamacs, sowie interne
Bauten, die noch zur Ausgrabung anstehen.
Zwischen 1200 und
1450 entwickelte sich die Kultur der Ischma, mit regionalem
Charakter, deren Einflussbereich an den unteren Flussläufen des
Rimac und Lurin endete.
Diese Epoche ist der Höhepunkt
der prachtvollen Zeremonienstätte von Pachacamac, deren einziger
Zweck die Praxis der Religion ist. Zu dieser Zeit wurde der
Haupttempel weiter entwickelt und weitere 15 pyramidenförmige
Tempel mit Rampen gebaut sowie die beiden Hauptstraßen.
Als
die Inka in das Tal kamen (1450 – 1532) haben sie neue
Verwaltungsgebäude errichtet und die schon bestehenden Bauten an
die neuen Erfordernisse angepasst. So ist der Tempel für die
Verehrung des Sonnengottes Inti (der Sonnentempel), der Acllahuasi,
der Palast von Taurichumbi und der „Platz der Pilger“
hinzugekommen.
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