Das Reich der Inka in Peru

Das Reich der Inka war das größte und mächtigste Reich zur Zeit der spanischen Invasion. So groß wie das Reich der Römer dominierte der Inka über den südamerikanischen Kontinent

Die Bezeichnung »Inka« bezieht sich nicht auf ein Volk oder auf einen Stamm, sondern auf den Herrscher des Reiches in den Südlichen Anden. Auch die Verwandten des Inka gehörten zur herrschenden Klasse (der königlichen Ayllú) und hatten Sonderrechte in der Verwaltung des Inka-Reiches.

Die Inkas wollten die Erinnerung an alle anderen Kulturen aus der vorinkaischen Zeit aus dem Gedächtnis der Bewohner löschen. Alles was an den Ruhm und die Größe der Kulturen vor den Inkas erinnerte, sollte vernichtet und inkaisiert werden. So ist es genauso wie bei den Azteken oft nicht mehr möglich, Schlüsse über die Vor-Inka-Kulturen zu ziehen.
Das Land der Inka Tahuantinsuyu

Das Land des Inka trug den Namen Tahuantinsuyu, was "das Land der vier Teile " bedeutet. Nach den Legenden und Mythen war das Herz Tahuantiunsuyus stets die Inka-Stadt Cuzco. Die vier Provinzen Tahuantinsuyus erstreckten sich zu den Himmelsrichtungen Norden, Osten, Südwesten und Südosten.

Collasuyu war der größte Teil des Inka-Reiches, der sich in der nördlichen Umgebung des Titicaca Sees befand. Bolivien, so wie wir es heutzutage kennen, der Norden Chiles und ein Teil Argentiniens gehörten zu Collasuyu.

Cuntisuyu, der zweite Teil, lag im Südwsten Cuzcos im südlichen Peru. Chinchasuyus, der dritte Teil, umfasste den nördlichen Teil Perus und das Ecuador von heute und an den Osthängen der Anden befand sich Antisuyu.

Das Inka-Reich erreichte in seiner Blüte eine Ausdehnung von etwa 950.000 km², in denen 5-7 Millionen Bewohner lebten.