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Titicaca - Die Inseln der Uru Indianer |
Titicacasee
Mitten im Herzen der Anden zwischen Peru und Bolivien befindet sich ein Gewässer, so groß, dass es einem nicht erlaubt, vom einen zum anderen Ufer zu blicken – der Titicacasee. Es handelt sich hierbei um den größten See Südamerikas und mit seiner Lage in beinahe 4000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel außerdem um das höchstgelegene schiffbare Gewässer weltweit. Der Titicacasee gehört zur Hälfte zu Peru und zur anderen Hälfte zu Bolivien, auch wenn beide Nationen felsenfest behaupten, ihnen gehören sechzig Prozent des beeindruckenden Binnengewässers.
Die Inseln der Uru IndianerEine der größten Attraktionen des Titicacasees sind die so genannten schwimmenden Inseln der Uru Indianer. Diese rund 35 Inseln unterschiedlicher Größe und einige Halbinseln gliedern den Titicacasee. Ursprungsgedanke zum Bau der Inseln war der Schutz im Krieg gegen die Inkas. Das Besondere an den Inseln ist, neben der Eigenschaft, dass sie schwimmen, die Tatsache, dass diese aus nichts anderem als Schilf bestehen, dem so genannten Totora-Schilf. Immer wenn im Krieg ein Angriff drohte, wurde die Verankerung gelöst und die Uru Indianer konnten mit ihren „Schilf-Booten“ in die Weiten des überdimensionalen Titicacasees flüchten. Auch heute spielt das Totora-Schilf eine wichtige Rolle für die rund 2000 Bewohner der Uru Inseln, da die Boote für den Fischfang und die Matten für den Bau der einfachen Hütten daraus bestehen. Die Haupteinnahmequelle ist neben der Fischerei und der Jagd heute der Tourismus.
Besuch der InselnDie geschichtlich geprägten Inseln der Uru Indianer werden heute von einigen Touristenbooten angesteuert. Die Boote starten im Hafenstädtchen Puno und benötigen etwa zwanzig Minuten. Im Zuge solch einer Tour haben sie die Möglichkeit, diese einmaligen Schilfinseln selbst zu erkunden und die Nachfahren der Uru Indianer, eines der ältesten Völker Südamerikas, kennen zu lernen. Jede Uru Insel ist kaum größer als ein Tennisplatz und versinkt im Wasser, wenn sie nicht ständig erneuert wird. Sich auf dem Schilf zu bewegen ist sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert an einen Spaziergang auf einem Wasserbett. Auf jeder dieser zerbrechlichen Insel leben bis zu acht Familien. Aber nicht nur das: Eine Schule, ein Gemeindeamt sowie ein Aussichtturm zählen zur Standardausstattung einer solchen Insel. Im Zuge ihres Inselnbesuches haben sie weiters die Möglichkeit, mit einem Boot der Urus zu rudern, welches ebenfalls aus Schilf gebaut ist oder handgemachte Artikel der Uru Nachfahren zu erwerben. Die Einnahmen ermöglichen diesen heute noch stark an die Natur angepassten Lebensstil der Uru Indianer.
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