| Der Inkapfad - der Inkapfad |
Seite 1 von 2 Die Inkastraßen hatten eine Gesamtlänge von schätzungsweise 22.500 km und sorgten für den schnellen Zugang zu einem Gebiet von über drei Millionen Quadratkilometern. Da die Inka das Rad entweder nicht kannten oder nicht nutzten und da sie auch keine Pferde hatten wurden die Straßen und Pfade ausschließlich zu Fuß gewandert oder manchmal auch von Packtieren, wie dem Lama begleitet. Die Inkapfade und Straßen wurden von den Menschen benutzt, um Nachrichten zu übermitteln. Dazu benutzten sie ein System von Knotenschnüren - die Quipus – oder auch das Gedächtnis. Auch wurden Waren über das Inka-Straßensystem transportiert. Die Inka-Nachrichtenübermittlung übernahmen spezielle Läufer, die Chasqui-Läufer. Diese legten täglich bis zu 240 km zurück und wechselten sich ab, so wie beim Staffellauf. Ca. 2000 Gasthäuser, die Tambos, welche in gleichmäßigen Abständen entlang der Inkapfade ihren Dienst verrichteten, sicherten die Verpflegung, den Schutz und versorgten auch die militärischen Streitkräfte der Inka. Die Versorgung von bis zu mehreren zehntausend Soldaten und Reisenden wurde durch die Tambos sicher gestellt. Auch für die Lastentiere der Inka, die Lamas, gab es Ställe und Futtervorräte wie Korn, Lima Bohnen und trockene Kartoffeln. Entlang der Straßen pflanzten die Bauern Fruchtbäume, die von Wasserkanälen bewässert wurden. Dadurch konnten sich die Chasqui Läufer und andere Reisende jederzeit erfrischen während ihrer Reise. Damit die Inka auch durch Täler wandern konnten, führten Seilbrücken durch sie hindurch. Viele der Inka Pfade kamen im Zentrum des Reiches, in der Hauptstadt des Inka, Cuzco, zusammen. Dadurch fanden aber auch die Spanier leicht zu der Stadt. So ein Inkapfad ist nur sehr schwer mit dem Pferd zu bereiten, und hielt viele Tücken bereit, was die Spanier bei ihrem Versuch, das Inka Reich zu erobern, erfahren haben. Die Hauptrouten des InkapfadesDer wichtigste Inka-Pfad war der Camino Real (Königsweg), so wie er in spanisch heißt. Dieser Pfad hat eine Länge von 5.200 km. Er begann in Quito (Ecuador) und führte durch Cuzco bis hinunter nach Tucuman in Argentinien. Der Camino Real überquerte das Anden-Gebirge mit einem Pass von 5000m Höhe. Der Weg an der Küste, der Küstenpfad, hat eine Länge von 4.000 km und verläuft parallel zum Meer, dem Pazifischen Ozean. Er war mit dem Camino Real durch kleinere Pfade verbunden.
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